Start ins Jubiläumsjahr „950 Jahre Pfarrei Kellberg“

Pfarrverband Straßkirchen am 01.12.2025

Projektteam plant vielfältige Aktionen

Die Pfar­rei Kell­berg zählt zu den ältes­ten Urpfar­rei­en der Regi­on. Ihre Grün­dung bzw. ers­te urkund­li­che Erwäh­nung datiert auf das Jahr 1076 und geht aus­drück­lich auf Bischof Alt­mann von Pas­sau zurück – einen der bedeu­tends­ten Reform­bi­schö­fe des 11. Jahr­hun­derts. Alt­mann setz­te in sei­nem Bis­tum die kirch­li­chen Erneue­run­gen Papst Gre­gors VII. durch: die Bekämp­fung der Simo­nie, also des Kaufs geist­li­cher Ämter, die Abschaf­fung der Pries­ter­ehe und damit die Ein­füh­rung des Pflicht­zö­li­bats sowie eine stren­ge kirch­li­che Dis­zi­plin. Um 1015 in West­fa­len gebo­ren, grün­de­te er 1070 das Klos­ter St. Niko­la in Pas­sau als Reform­klos­ter, das frei von welt­li­chem Ein­fluss blei­ben soll­te. Dort­hin ent­rich­te­te die Pfar­rei Kell­berg spä­ter den soge­nann­ten Bischofs­ze­hent. Die Ver­ga­be die­ses Zeh­ents und die damit ver­bun­de­ne Pfar­rei­grün­dung wer­den auf das Jahr 1076 datiert; die ent­spre­chen­den Hin­wei­se fin­den sich in meh­re­ren – wohl spä­ter abge­fass­ten – Kai­ser- und Papsturkunden. 

Die Pfar­rei Kell­berg kann im Jahr 2026 auf eine 950-jäh­ri­ge Geschich­te zurück­bli­cken und die­ses Jubi­lä­um im kom­men­den Jahr gebüh­rend fei­ern. Der 1. Advents­sonn­tag, zugleich Beginn des neu­en Kir­chen­jah­res, mar­kier­te den fei­er­li­chen Auf­takt. Bereits am Vor­abend wies der Pfarr­ge­mein­de­rat beim Weih­nachts­markt im und vor dem Kur­gäs­te­haus auf das Jubi­lä­um hin. Eine beein­dru­cken­de Bil­der­schau über die vier Jah­res­zei­ten in Kell­berg, gestal­tet von Dio­nys Asen­kersch­bau­mer, bot stim­mungs­vol­le Ein­drü­cke; zugleich wur­de das von Hans Käser ent­wor­fe­ne Jubi­lä­ums­lo­go vor­ge­stellt. In sei­ner Pre­digt am Sonn­tag spann­te Pfar­rer Andre­as Erndl den his­to­ri­schen Bogen zurück zum Ende des 11. Jahr­hun­derts, als im Inves­ti­tur­streit der Kon­flikt zwi­schen Papst Gre­gor VII. und König Hein­rich IV. eska­lier­te und Bischof Alt­mann schließ­lich aus Pas­sau ver­trie­ben wur­de. Alt­mann starb 1091 im Klos­ter Göttweig.

Um das Jubi­lä­ums­jahr dau­er­haft im Gedächt­nis zu ver­an­kern, ent­stand im Fest­aus­schuss die Idee, einen künst­le­risch gestal­te­ten Gedenk­stein nahe dem Kir­chen­por­tal zu errich­ten. Gemein­de­ar­chi­var Josef Schau­er ent­deck­te hier­zu auf dem Hohl­weg zwi­schen Fat­ten­dorf und Schmölz einen ein­drucks­vol­len Gra­nit­find­ling mit mar­kan­ten Quarz­gän­gen. Schnell war man sich einig, die­sen Stein vom orts­an­säs­si­gen Künst­ler Alfred Sei­del gestal­ten zu las­sen, der – in Anleh­nung an die Geschich­te der Pfar­rei – pas­sen­de Bron­ze­plas­ti­ken schaf­fen wird. Eine Pro­jekt­grup­pe aus der Pfar­rei steht dazu in engem Aus­tausch mit ihm. Ende Novem­ber besich­tig­te man gemein­sam vor Ort den Stein an der his­to­ri­schen Ver­bin­dung zwi­schen Kell­berg und Rothen­kreuz. Für das Früh­jahr ist ein öffent­li­cher Bron­ze­guss geplant; die fei­er­li­che Ent­hül­lung des Gedenk­steins soll im Rah­men des Alt­mann­fests am 9. August 2025 erfol­gen. (Dio­nys Asenkerschbaumer)

Das Pro­jekt­team aus Kell­berg besich­tig­te den Gra­nit-Find­ling im Hohl­weg von Fat­ten­dorf nach Schmölz:

(v. li.) Künst­ler und Bron­ze­gie­ßer Alfred Sei­del, PGR-Vor­sit­zen­der Hans Höf­ler, Hans Käser, Kir­chen­pfle­ger Rudi Schier­mei­er, Josef Schau­er und Dia­kon Chris­toph Kochmann. 

Foto: Dio­nys Asenkerschbaumer

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