Pfarrer Andreas Erndl lud am 14.07 nach Thyrnau ein, um über die Zukunft des Pfarrbriefs im Pfarrverband Straßkirchen zu sprechen. Bis vor kurzem wurde das alle zwei Monate erscheinende Pfarrblatt kostenlos an alle Haushalte verschickt. Seit neuestem gibt es diesen Service nicht mehr, da vor allem die Versandkosten sehr hoch waren. Die Gläubigen können den Pfarrbrief jedoch aus der Kirche mitnehmen oder von der Homepage des Pfarrverbands herunterladen.
Im Pfarrheim Thyrnau kamen gut 20 Personen aus allen vier Pfarreien zusammen, um sich über die Zukunft dieses wichtigen Mediums auszutauschen. Vor allem ältere Menschen, die kaum mit sozialen Medien vertraut sind, fühlen sich abgehängt, wenn sie die gedruckte Ausgabe nicht mehr in den Händen halten können. Zudem gäbe man, so der Seniorenbeauftragte Paul Ilg aus Salzweg, eine gewisse öffentliche Präsenz auf, wenn man nur auf Online-Angebote setzen würde. Pfarrer Erndl betonte deshalb die Wichtigkeit von Synergieeffekten mit der Homepage. Im Zugriffsranking der Homepages von Pfarrverbänden der Diözese stehe der PV Straßkirchen immerhin an vierter Stelle. Intensiv wurde über die Verteilung des Pfarrbriefs gesprochen. Eine Idee war, den Pfarrbrief an weiteren Orten zugänglich zu machen: in Geschäften, Kindergärten oder in Boxen, die an zentralen Punkten in den Dörfern stehen. Weitere Ideen dazu sollen in den Pfarrgemeinderäten besprochen werden.
Ein weiterer Punkt war das Design des Pfarrbriefs. Hierbei könnte man sich am Corporate Design des Bistums orientieren. Mit Hans Käser und Dionys Asenkerschbaumer habe man zwei erfahrene Spezialisten in den eigenen Reihen, die ein zeitgemäßes Layout erarbeiten können. Es wurde sehr intensiv über die Abgabe von Nachrichten an die Redaktion des Pfarrbriefs gesprochen. Als Schwierigkeit erweist sich dabei stets die Zwei-Monats-Frist. Einerseits ist man nicht kompatibel mit den Fristen der Amtsblätter der Kommunen, andererseits führt der große Zeitraum nicht selten zu Planungs- und Terminschwierigkeiten. Vor allem in den Kindergärten hat das schon oft für Verwirrung gesorgt. Immer wieder müssen Veranstaltungen, die lange vorher im Pfarrbrief angekündigt wurden, aus verschiedenen Gründen ausfallen oder kurzfristig verschoben werden, so Manuela Böhmisch, Leiterin des Thyrnauer Kindergartens
Die Teilnehmer zogen jedenfalls ein insgesamt positives Fazit über den Austausch. Man war sich einig, auf jeden Fall am Thema Pfarrbrief weiterzuarbeiten. Die einzelnen Gruppen, wie Frauenbund, Seniorenclubs, Pfarrgemeinderäte, Büchereiteams usw., werden sich dazu noch einmal intern besprechen. Beim Treffen wurde Hans Käser für seine über 20-jährige Tätigkeit bei der Erstellung des Pfarrbriefs herzlich gedankt. Die Pfarrbrief-Redaktion soll in Zukunft erweitert werden. Zudem soll ein aufwändiger gestalteter Weihnachtspfarrbrief erscheinen. Auf Anregung von Pfarrer Erndl könnte dieser das Format eines Pfarrbrief-Magazins haben und viele Geschichten sowie interessante Glaubensinhalte vermitteln. Dieser könnte dann auch zukünftig per Post an alle Haushalte zugestellt werden.
Bildunterschrift: Pfarrer Andreas Erndl (rechts im Bild) möchte, dass sich im Pfarrverband Straßkirchen ein Team um Hans Käser und Dionys Asenkerschbaumer (li.) künftig um die Verknüpfung von Homepage und Pfarrbrief in digitaler und analoger Form kümmert. (Foto: Nadja Homm, Text: Dionys Asenkerschbamer)


