Nach langer Pause hat die Pfarrei Salzweg die Tradition des Bittganges wieder aufleben lassen. Überraschend viele Gläubige versammelten sich am Sonntagabend nach Christi Himmelfahrt vor der Pfarrkirche St. Rupert. Nach einer feierlichen Bittlitanei für die Gemeinde zog die Gruppe in Richtung Bieringer Hof.
Begleitet wurde der Bittgang von Pfarrer Andreas Erndl, der an fünf Stationen passende geistliche Impulse gab. Am Bieringer Hof wurde an einem von der Familie Bieringer vorbereiteten Altar insbesondere für die Arbeit der Menschen sowie für die Bewahrung der Schöpfung gebetet.
Auch auf dem Rückweg setzte Pfarrer Erndl eindrucksvolle Zeichen. An der Brücke erinnerte er daran, zwischenmenschliche Brücken zu bauen – überall dort, wo es möglich und notwendig sei. Dabei bezog er auch die politische Gemeinde mit ein, die für ein gutes Miteinander dringend Brücken brauche.
Ein weiterer besonderer Moment war die Station am Ortsschild von Salzweg. Dort erklärte der Pfarrer die liturgische Bedeutung des Ortsnamens: Die Menschen seien das „Salz der Erde“, während Jesus sinnbildlich den Weg darstelle. Mit diesem Gedanken führte der Bittgang schließlich zurück zur Kirche und fand dort seinen besinnlichen Abschluss. Alle waren sich einig, auch nächstes Jahr wieder einen Bittgang abzuhalten.


