Nachruf zum Tod von Mutter Äbtissin Sr. M. Mechthild Bernart OCist

Andreas Erndl am 07.02.2026

Wir gehören dem Herrn Röm 14,8

Wir gehö­ren dem Herrn
Röm 14,8


In den spä­ten Abend­stun­den des 3. Febru­ar 2026 wur­de unse­re Mut­ter Äbtis­sin
Sr. M. Mecht­hild Ber­nart OCist
von ihrem schwe­ren, mit gro­ßer Geduld getra­ge­nem Lei­den erlöst und von Chris­tus heim­ge­ru­fen.
Mecht­hild Ber­nart wur­de am 12. März 1948 als Kind hei­mat­ver­trie­be­ner Eltern in Helm­stedt, Nie­der­sach­sen, gebo­ren. Von 1959 bis 1968 besuch­te sie das Gym­na­si­um an der Mari­en­schu­le der Ursu­li­nen und das Städ­ti­sche Ceci­li­en­gym­na­si­um in Bie­le­feld, wo sie ihre Schul­aus­bil­dung mit dem Abitur abschloss. Nach dem Stu­di­um der Son­der­päd­ago­gik in Bie­le­feld, Köln und Dort­mund leg­te sie 1972 das Ers­te Staats­examen für das Lehr­amt ab. Es folg­ten die Refe­ren­dar­zeit, die Pro­mo­ti­on an der Uni­ver­si­tät Dort­mund und das Zwei­te Staats­examen.
1978 trat sie in das Novi­zi­at der Abtei Rat­hau­sen-Thyr­n­au ein und leg­te am 13. Janu­ar 1980 die zeit­li­che und 1983 die Ewi­ge Pro­fess ab. Nach dem Novi­zi­at arbei­te­te sie bis 1982 in der Para­men­ten­schnei­de­rei. 1984 leg­te sie die Gesel­len­prü­fung und im März 1988 die Meis­ter­prü­fung im Stick­hand­werk ab. Im sel­ben Jahr über­nahm sie die Lei­tung der Sti­cke­rei. In die­ser Posi­ti­on mach­te sie die Para­men­ten­werk­statt zusam­men mit ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen durch ihre Stick­kunst über­re­gio­nal bekannt.
1992 wur­de sie zur Prio­rin ernannt und am 15. Sep­tem­ber 2002 als Nach­fol­ge­rin von Äbtis­sin M. Cari­tas Baum­gart­ner zur 48. Äbtis­sin von Rat­hau­sen — Thyr­n­au gewählt. Die Bene­dik­ti­on erfolg­te am 12. Okto­ber 2002.
Als Äbtis­sin erkann­te sie die Zei­chen der Zeit und meis­ter­te über­legt die Her­aus­for­de­run­gen. In ihrer Herz­lich­keit wand­te sie sich dem ein­zel­nen Men­schen zu: sie för­der­te und for­der­te mit oft wort­lo­sem Ver­ste­hen. Nüch­tern­heit war für sie cha­rak­te­ris­tisch. Hier­in war sie durch und durch Zis­ter­zi­en­se­rin.
Die umfas­sen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten an den Gebäu­den der Abtei konn­te sie — von vie­len Sei­ten unter­stützt — durch­füh­ren. Für ihre Ver­diens­te erhielt sie die Bap­tist-Kitz­lin­ger-Pla­ket­te des Land­krei­ses und 2024 den Baye­ri­schen Ver­dienst­or­den.
In der Zeit ihrer schwe­ren Erkran­kung hat ihr gan­zes Augen­merk dem Fort­be­stand des Kon­vents gegol­ten.
Das Requi­em fei­ern wir am Sams­tag, 14. Febru­ar 2026 um 14.00 Uhr in der Pfarr­kir­che Thyr­n­au, anschlie­ßend zie­hen wir zum Klos­ter­fried­hof, wo die Bei­set­zung statt­fin­den wird.
Wir bit­ten um das Gebet für unse­re lie­be Verstorbene.


Thyr­n­au, 06.02.2026 Prio­rin und Kon­vent der
Zis­ter­zi­en­se­rin­nen­ab­tei Rat­hau­sen — Thyrnau

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