Straßkirchen feierte seinen Frauenbund

Andreas Erndl am 04.07.2025

grandioser Festabend und Festgottesdienst

50 Jah­re Gemein­schaft, sozia­les Enga­ge­ment und geleb­te Kirche 

Das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de stand in Straß­kir­chen ganz im Zei­chen des Jubi­lä­ums des Frau­en­bun­des. Der Zweig­ver­ein Straß­kir­chen des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des fei­er­te sein 50. Grün­dungs­jahr. Unter der Regie von Pfar­rer Georg Berg­mann hat­ten 58 enga­gier­te Frau­en am 20.5.1975 den Zweig­ver­ein aus der Tau­fe geho­ben. Von den Grün­dungs­mit­glie­dern leben heu­te noch 11 Frau­en. Der­zeit sind Ange­la Zeintl und Nad­ja Homm die Team­spre­che­rin­nen inner­halb einer sehr rüh­ri­gen Vorstandschaft.

Bei­de Frau­en waren bei der Grün­dung noch nicht dabei. Ange­la Zeintl erin­ner­te an das ers­te Füh­rungs­team unter dem Vor­sitz der ehe­ma­li­gen Grund­schul­rek­to­rin Katha­ri­na Rosen­ber­ger. Chris­ti­ne Zill­ner habe 1979 den Vor­sitz über­nom­men, den sie anschlie­ßend 24 Jah­re inne hat­te. 2003 wur­de Katha­ri­na Got­tin­ger für 12 Jah­re Team­spre­che­rin, wie sich nun das Füh­rungs­amt nann­te. 2015 war Traudl Schropp für acht Jah­re Team­spre­che­rin, seit 2023 füh­ren Nad­ja Homm und Ange­la Zeintl den Zweig­ver­ein. Mit Aus­nah­me von Katha­ri­na Rosen­ber­ger konn­ten alle Vor­sit­zen­de aus 50 Jah­ren noch der Jubi­lä­ums­fei­er bei­woh­nen. Die Grün­dungs­mit­glie­der und Frau­en, die seit 50 Jah­ren Mit­glie­der sind, wur­den zum Jubi­lä­um beson­ders geehrt. Der Fest­abend wur­de musi­ka­lisch von SoHa­Ma gestal­tet, der Fest­got­tes­dienst vom Chor Cantamos.

Nad­ja Homm durf­te dann die in sehr gro­ßer Zahl erschie­nen Mit­glie­der begrü­ßen, dazu ins­be­son­de­re Land­rat Rai­mund Knei­din­ger, die Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold, 2. Bür­ger­meis­te­rin Gabi Schwei­zer, Pfar­rer Andre­as Erndl, Pfarr­vi­kar Rudolph Ehrl und eine Abord­nung des Nach­bar­ver­eins aus Salz­weg. Nad­ja Homm wünsch­te einen schö­nen Abend mit inspi­rie­ren­den Begeg­nun­gen und fröh­li­cher Stim­mung. Die Spre­che­rin mach­te deut­lich, dass der Katho­li­sche Frau­en­bund kein Kuchen­back­ver­ein oder Ratsch­club sei. Natür­lich wer­de auch geba­cken, gestrickt und gebas­telt, aber stets um Ein­nah­men zu erzie­len, die man in der Regi­on oder auch welt­weit als Spen­de wei­ter­ge­be. So wur­den in den letz­ten zehn Jah­ren 35 000 Euro gespendet.

Der Frau­en­bund sei seit 50 Jah­ren eine wich­ti­ge Gemein­schaft, die das Zusam­men­le­ben in der Gemein­de leben­dig und viel­fäl­tig gestal­tet. Der Frau­en­bund sieht sich in unse­rer schnell­le­bi­gen Zeit als ein wert­vol­ler Anker, der die Frau­en ermu­ti­ge, aktiv mit­zu­wir­ken und ihre Fähig­kei­ten ein­zu­brin­gen. Lei­der ste­he man auch in die­sem Zweig­ver­ein vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Jun­ge Frau­en zei­gen nur wenig Inter­es­se an einem katho­li­schen Ver­ein. Beruf­li­che Belas­tung, Zeit­man­gel, fami­liä­re Ver­pflich­tun­gen und eine zuneh­men­de Büro­kra­ti­sie­rung wer­den oft als Grün­de ange­führt. Homm appel­liert an die Poli­tik und die Gesell­schaft, unter­stützt ehren­amt­li­che Arbeit aktiv. 

In Ihrem Gruß­wort bezeich­ne­te die Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold die­ses Jubi­lä­um als einen Mei­len­stein in der Geschich­te die­ser enga­gier­ten Frau­en. Fünf Jahr­zehn­te bedeu­ten uner­müd­li­chen Ein­satz, soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der, christ­li­che Wer­te im All­tag und nicht zuletzt, dass Frau­en ihre Stim­me erhe­ben, wenn es um die Sache der Frau­en gehe. Sei­bold erin­ner­te an den Frau­en­streik 1975 in Island. Dadurch sei das öffent­li­che und häus­li­che Leben völ­lig zum Erlie­gen gekom­men. Sei­bold befass­te sich aus­führ­lich mit der Rol­le der Frau, die sich schon erheb­lich gebes­sert habe, weil auch in Straß­kir­chen und dar­über hin­aus Zei­chen gesetzt wur­den. Beim Frau­en­bund habe man Räu­me geschaf­fen, in denen sich Frau­en stär­ken, ver­net­zen und wei­ter ent­wi­ckeln konn­ten. Auch heu­te sei­en muti­ge, glau­bens­star­ke und enga­gier­te Frau­en unersetzlich.

Pfar­rer Andre­as Erndl mach­te deut­lich, dass er auch sei­nem Frau­en­bund gra­tu­lie­re und dan­ke sage. Er sei ger­ne geist­li­cher Bei­rat, er habe sich gefreut, als er gefragt wur­de, ob er die­ses Amt über­neh­me. Aber damals haben die Frau­en gleich deut­lich gemacht, dass sie eh sehr selbst­stän­dig sei­en. Und so erle­be er sie jetzt auch, als einen selb­stän­di­gen, akti­ven Ver­ein. Es sei toll, wie Frau­en hier Gemein­schaft leben. Das wür­de der auch ger­ne ein­mal bei einem Män­ner­ver­ein erle­ben. Die Herz­kis­sen­ak­ti­on fin­de er als ein tol­les Bei­spiel für alles Gute, was ihr als Ver­ein tut, erklär­te der Pfar­rer. Ihr habt damit mein Herz berührt, dafür habe ich euch ins Herz­ge­schlos­sen und des­halb dan­ke ich euch von Her­zen. Ich dan­ke Gott, dass es Euch gibt. 

Lob gab es von der 2. Bür­ger­meis­te­rin. Gabi Schwei­zer mein­te, es sei toll, wie die Frau­en Gemein­schaft leben. Sie sei immer ger­ne bei den Frau­en, bewun­de­re ihr sozia­les Enga­ge­ment, ihre guten Ideen und wie sie den Män­nern den Rücken frei­hal­ten. Der Frau­en­bund sei in Straß­kir­chen nicht mehr weg­zu­den­ken. Land­rat Rai­mund Knei­din­ger lob­te die Ver­an­stal­tun­gen wie Fas­ten­sup­pe, Basar oder Kräu­ter­bu­schen bin­den, durch die Geld her­ein­kom­me, das wie­der­um sozi­al ein­ge­setzt wer­de. Die Ver­eins­grün­dung in Straß­kir­chen sei eine gute Idee gewe­sen. Hier ste­he nicht das Ich im Vor­der­grund. So wün­sche er, dass man noch oft gemein­sam fei­ern kön­ne. Das beton­ten auch die Mit­glie­der des Nach­bar­ver­eins um Rena­te Sar­em­be und Karin Assmann.

Dann nah­men die bei­den Spre­che­rin­nen auch die Ehrun­gen vor. Mit dem tol­len Sketch Die Wall­fahrt“ erfreu­ten Rena­te Schmut­zer, Mari­an­ne Krei­ner Maria Homm und Wal­traud Kloi­ber die Fest­ver­samm­lung. Nach dem Essen wur­den Bil­der aus den 50 Jah­ren gezeigt.

Der Sonn­tag gehör­te dann dem reli­giö­sen Teil. In der Pfarr­kir­che St. Ägi­di­us. fei­er­te Pfar­rer Andre­as Erndl en Fest­got­tes­dient, der vom Frau­en­bund mit­ge­stal­tet wur­de. Kur­ze Gruß­wor­te spra­chen dabei Vize­land­rä­tin MdL Ros­wi­tha Toso und Bür­ger­meis­ter Josef Putz, mit dabei MdL Josef Heisl. Ver­tre­tun­gen der Frau­en­bund­zweig­ver­ei­ne aus Salz­weg, Kell­berg und Thyr­n­au sowie Abord­nun­gen der Orts­ver­ei­ne. Nach dem Got­tes­dienst waren alle ein­ge­la­den zum Steh­emp­fang in den Gemeindesaal. 

Bericht und Fotos von Josef Heisl

Bil­der: Grün­dungs­mit­glie­der, 50 Jah­re Mit­glied­schaft, die bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den, Die Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold am Pult, Die aktu­el­le Vor­stand­schaft, Ein­zug in die Kirche 

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