Kapelle in Wanning

Die Kapel­le Waning (ugs. auch Wanin­ger Kapel­le) ist eine katho­li­sche Kapel­le in Waning bei Thyr­n­au im Land­kreis Pas­sau.

Geschich­te

Vor 160 Jah­ren schuf der Herr­gotts­schnit­zer Joseph Wei­din­ger (17971880), ein Herr­gotts­schnit­zer aus dem Raum Brei­ten­berg, das Waf­fen-Chris­ti-Kreuz von Waning. An Aller­hei­li­gen 1999 wur­de es durch Initia­ti­ve des Trach­ten­ver­eins Straß­kir­chen unter ihrem Vor­stand Mar­tin Ranz­in­ger († 2019) aus Wurm­eck bei Straß­kir­chen reno­viert und an der neu erbau­ten Holz­ka­pel­le am Orts­ein­gang von Waning wie­der sei­ner rich­ti­gen Bestim­mung über­ge­ben. Vor­her war das wert­vol­le Pas­si­ons­kreuz Wind und Wet­ter aus­ge­setzt. Der Ver­fall war ziem­lich fort­ge­schrit­ten: Vom Kopf bis in den Kör­per des Gekreu­zig­ten klaff­te ein tie­fes Loch, durch das Gesicht zog sich ein brei­ter Riss, ein Fuß fehl­te und das Holz war auf­ge­weicht. Die Figu­ren strich Mar­tin Ranz­in­ger und füll­te die Löcher im Holz. Jetzt ist es lie­be­voll restau­riert unter dem schüt­zen­den Dach der aus Fich­ten­holz gebau­ten Kapel­le plat­ziert. Zim­me­rer Her­bert Engl aus Witz­manns­berg schuf kos­ten­los den Holz­rah­men für die Über­da­chung. Fast 200 Arbeits­stun­den wur­den inves­tiert, ehe ein Kunst­ma­ler aus Frey­ung den Cor­pus im neu­em Glanz erstrah­len ließ. Noch fehlt die Figur des Johan­nes. Die Bau­kos­ten in Höhe von 1.700 DM wur­den teil­wei­se durch eine Tom­bo­la beim Schei­ben­fest in Straß­kir­chen erbracht, reich­ten aber nicht aus, so dass noch wei­te­re Spen­der gesucht wur­den. Nach­weis: http://​www​.nie​der​bay​ern​-wiki​.de/​w​i​k​i​/​K​a​p​e​l​l​e​_​W​aning

Bei der Haus­num­mer 4 kön­nen Sie einen Schlüs­sel für die Kapel­le abho­len. Soll­te nie­mand da sein, so geben die ange­füg­ten Bil­der einen Aus­schnitt wieder.

Das Waf­fen-Chris­ti-Kreuz https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​r​m​a​-​C​h​r​i​s​t​i​-​Kreuz

Ein Arma-Chris­ti-Kreuz, auch Waf­fen-Chris­ti-Kreuz oder Pas­si­ons­kreuz, bezeich­net in der Kunst­ge­schich­te bzw. christ­li­chen Iko­no­gra­fie eine spe­zi­el­le Form des Andachts­bil­des.

Das latei­ni­sche Arma bedeu­tet Waf­fen“ oder Bewaff­nung“ und bezeich­net hier die Lei­dens­werk­zeu­ge bei der Kreu­zi­gung Chris­ti. Beim Arma-Chris­ti-Kreuz han­delt sich um ein Kreuz, bei dem statt des Kor­pus oder auch zusätz­lich zu die­sem Gegen­stän­de, die soge­nann­ten Lei­dens­werk­zeu­ge (latei­nisch: Arma Chris­ti), abge­bil­det sind.

Um genü­gend Platz für die Dar­stel­lung der Lei­dens­werk­zeu­ge zu haben, ist der Längs­bal­ken eines Arma-Chris­ti-Kreu­zes gele­gent­lich sehr breit aus­ge­führt, oder das Kreuz hat zwei Querbalken.”

Kapellenakzent-“Herzensmund”

Ein Bild­aus­schnitt bie­tet mir einen beson­de­ren Per­spek­ti­ven­wech­sel an. Umge­ben von den ding­li­chen Lei­dens­be­kun­dun­gen zeigt sich mir hier ein Her­zens­mund”. Mein Herz, mein Leben, mei­ne Heils­ge­scheh­nis­se für Dich geschenkt. Mein Blick haf­tet nicht mehr an den ding­li­chen Gegen­stän­den, mein Per­spek­ti­ven­wech­sel geht hin zu den Heils­ge­schich­ten. Vor mei­nem geis­ti­gen Auge tau­chen jetzt vie­le aus der Bibel über­lie­fer­ten Hei­lungs- und Erin­ne­rungs­wor­te auf. Kann sein, dass auch Ihr Per­spek­ti­ven­wech­sel etwas vor Ihrem geis­ti­gen Auge an Hei­lungs- und Erin­ne­rungs­wor­ten auf­tau­chen lässt.