Die Bruder-Konrad-Kapelle, die in der Ortsmitte von Donauwetzdorf steht, ist seit ihrer Erbauung Anfang der 1950er Jahre Mittelpunkt und Herzstück des Dorfes. Regelmäßig finden dort Gottesdienste und Maiandachten statt.
Im Rahmen der Dorferneuerung von Donauwetzdorf wurde 2016 ein Glockenturm angebaut und 2023 das äußere Umfeld der Kapelle neu gestaltet und verschönert.
Im Innenraum aber machte schon jahrelang der Holzwurm den Bänken und dem Altar schwer zu schaffen. Deshalb entschloss sich der Kapellenverein im letzten Jahr die Innenrenovierung des kleinen Gotteshauses anzugehen. Wie so oft kamen auch bei dieser Renovierung viele Überraschungen zum Vorschein. Schließlich wurden nicht nur die Sitzbänke und der Altar erneuert, sondern auch der Fußboden ausgetauscht und die Seitenwände trockengelegt.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde nun bei einem feierlichen Gottesdienst der neue Altar geweiht. Bischof Stefan Oster hatte Ortspfarrer Andreas Erndl mit der Weihe beauftragt. Pfarrer Erndl betonte, dass dies seine erste Altarweihe sei, die er vornehmen durfte und es deshalb auch für ihn ein ganz besonderes Ereignis sei. Der neue Altar aus Hauzenberger Granit ist nicht nur sprichwörtlich unverrückbarer Mittelpunkt dieser Kapelle, sondern ein zentraler Ort des Glaubens.
Die Kapelle war bis auf den letzten Platz gefüllt, auf dem Vorplatz standen noch viele Gläubige und feierten den Gottesdienst mit.
Nach der Messe überreichte der Pfarrer dem Vorsitzenden des Kapellenvereins Franz Schauberger die Weihe-Urkunde und gratulierte der Dorfgemeinschaft zur gelungenen Renovierung.
Außerdem verwies er auf die neue „RadKapellenTour“. Es handelt sich hier um zwei Radrundwege die an vielen Kapellen des Pfarrverbandes Straßkirchen vorbeiführen. Beide Touren führen auch zur Donauwetzdorfer Kapelle und sind auf der Homepage des Pfarrverbands beschrieben. Pfarrer Erndl hatte zwei Schilder mit QR-Codes mitgebracht, die an der Kapelle angebracht, den vorbeikommenden Radlern Informationen zur Tour und zur jeweiligen Kapelle liefern.
Bei der anschließenden Feier und Jahresversammlung des Kapellenvereins im Hof von Franz Schauberger informierte der Vorsitzende die Anwesenden über den Kassenstand des Vereins und überreichte Brigitte Böhmisch und Regina Schauberger, die sich das ganze Jahr über um den Blumenschmuck und die Sauberkeit in der Kapelle kümmern und der Mesnerin Annemarie Hartl als Dank einen Blumenstrauß für ihren Einsatz. Die Ministranten der Dorfkapelle erhielten ein kleines Präsent.
Dann übergab er das Wort an den zweiten Vorstand Manfred Matheis, der sich maßgeblich an der Renovierung beteiligte und sämtliche Arbeiten koordinierte.
Ihm war es ein Anliegen, ein Wort des Dankes auszusprechen. Ein besonderer Dank ging an Silke und Siegi Schauberger, die den neuen Altar aus Granit spendeten, an Max Schauberger für die Putz- und Fliesenarbeiten und an Thomas Schauberger, der sich um die Elektro-Arbeiten kümmerte. Manfred Matheis schreinerte die neuen Kapellenbänke und freute sich dabei über die tatkräftige Unterstützung von Josef Gruber und Manfred Schmid. Außerdem dankte er allen fleißigen Helfern, die bei den Ausräum‑, Maler- und Reinigungsarbeiten immer zur Stelle waren. Alle Beteiligten arbeiteten unentgeltlich bei dieser Renovierung mit. So mussten nur die Materialkosten von der Vereinskasse übernommen werden. Er war sichtlich beeindruckt, über den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Donauwetzdorfer.
Das gelungene Ergebnis dieser Renovierung wurde nach dem offiziellen Teil noch gebührend gefeiert.
(Text: Bärbl Eder, Bilder: Bärbl Eder, Irmi Völtl, Karin Thalmeier)


