Kapelle in Donauwetzdorf
1950 errichtete Bruder Konrad Kapelle
Vor der jetzigen Kapelle Hl. Bruder Konrad gab es an dieser Stelle bereits mehrere andere Kapellen: eine um ca. 1870 erbaute Holzkapelle zwischen den Anwesen Josef Schauberger (genannt Rauscher) und Johann Maderer (genannt Kopfhama) und die Kapelle am Glegerstein.
Am 1. Mai 1945 rückten um 8 Uhr früh aus Kienzlmühle kommend die amerikanischen Truppen in Donauwetzdorf ein. Nachdem sie bei ihrem Einmarsch das Dorf verschonten, wurde, einem Versprechen folgend, eine neue Kapelle auf dem von Josef Poschinger („Schuster Peppi“) kostenlos zur Verfügung gestellten Baugrund errichtet. Zeitig im Frühjahr 1952 wurde mit dem Bau begonnen. Im Rahmen eines großen Erntezuges im Herbst 1952 wurde sie von Geistl. Rat Ignaz Boxleitner gesegnet. Am 16. August 1953 wurde die Kapelle dem Hl. Bruder Konrad von Parzham geweiht und die erste heilige Messe mit Geistl. Rat Ignaz Boxleitner gefeiert. 1954 kam die Muttergottesfigur in die Kapelle. Seither finden in der Kapelle regelmäßig Andachten, Rosenkränze, Maiandachten und Gottesdienste statt.
Zum Gedenken an die Einweihung vor 50 Jahren fand am 31. August 2003 an der Kapelle ein festlicher Gottesdienst mit Geistl. Rat Herbert Oberneder statt.
Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Kapelle ein Glockenturm angebaut. Franz Schauberger jun. aus Donauwetzdorf hat 2013 die Glocke in der Glockengießerei Rudolf Perner in Passau in Auftrag gegeben und dann dem Kapellenverein gestiftet. Der ehemalige Pfarrer der Pfarrei Thyrnau, Geistl. Rat Herbert Oberneder, übernahm im Auftrag von Bischof Stefan Oster die feierliche Weihe der Glocke und des neuen Glockenturms. Sie fand am 21. Juni 2016 im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes mit Pfarrer Alexander Aulinger statt. (Quelle: https://www.niederbayern-wiki.de/wiki/Kapelle_Hl._Bruder_Konrad_(Donauwetzdorf))
Den Schlüssel für die Kapelle bekommen Sie vom Bewohner des Anwesens gegenüber.
Kapellenakzent
„Versprechen“ ist das begleitende Wort bei diesem Kapellenakzent. Verbindendes ergibt die Geschichte der Kapelle aus dem Jahre 1945. „Am 1. Mai 1945 rückten um 8 Uhr früh aus Kienzlmühle kommend die amerikanischen Truppen in Donauwetzdorf ein. Nachdem sie bei ihrem Einmarsch das Dorf verschonten, wurde, einem Versprechen folgend, eine neue Kapelle auf dem von Josef Poschinger („Schuster Peppi“) kostenlos zur Verfügung gestellten Baugrund errichtet.“ Entnommen aus: (https://www.niederbayern-wiki.de/wiki/Kapelle_Hl._Bruder_Konrad_(Donauwetzdorf)
„Versprechen“ und „Zusage“: aus dem Versprechen wurde die Zusage für einen Ort des „Friedens“.
Sollten alle Sitzbänke in der Kapelle vollbesetzt sein, ist vorab ein bauliches Versprechen berücksichtig worden, dass ich noch einen Sitzplatz bekommen kann. Ein verbindendes Element als Schiebebrett wurde unter der rechten Sitzreihe montiert. Dieses Schiebebrett unterstützt mich bei meinem Vorhaben, einen Perspektivenwechsel auszuprobieren. So sitze ich auf dem Schiebebrett und gehe in Gedanken Lebensaspekte durch, in denen ich ein „Versprechen“ gegeben habe. Auf der einen Seite sitzt das Versprechen, auf der anderen Seite die Zusage, die zur Handlung wurde. So gehe ich mit meinen Gedanken und mit meinem Blick hin und her. Von der Erinnerung ein Versprechen getätigt zu haben hin zur Überprüfung, ob daraus eine Zusage und ein Handeln wurde. Mich beglückt der Perspektivenwechsel von links nach rechts, von rechts nach links. Begleitet werde ich von den Lichtfenstern und der Altarkomposition.
