„Mei strahlenstes Lächeln ha i aufgsetzt wenn d Leit nochm Leitn de Haustür aufmocht ham.”
Fragt mi d Annelise vor ca. zwoa Jahrn ob i in Zwecking fürd Caritas sammeln dad. I in meiner Naivität sag glei zua – nichtsahnend wos da auf mi zukämma werd.
Zwecking – kenna dua i da nur a paar Leit, ob i do wos an Spenden zambringa werd? – Und wo fang i da a in der Siedlung – wos sog i zu de Leit? – Freindlich – bsonders freindlich mußt sei – i ha mas vordnumma!
Dann wars so weit im März.
Mei strahlenstes Lächeln ha i aufgsetzt wenn d Leit nochm Leitn de Haustür aufmocht ham.
Erst ha i a Kompliment loslassen über den schäna Vorgarten – oder a neue Haustür bewundert. – Erst dann ha i mei Versal aufgsagt. Meistens hats funktioniert und die Geldbeutel san größer aufgmocht worn. A kloana Plausch mit a paar Leit is zeitlich a drin gwen. Da Walter hat ma scha 2x an Kaffee gmocht – wos für a Genuss wenn i nach ca. 4 Stunden, dann auf da Terrasse zum Kaffee endlich mei Nachmittags-Zigarettn raucha kinna ha.
Wos i an a paar Zweckinger kritisieren muss – des san die Hausglocken. Manche hängen grad mehr nu in da Fassung – Todesmutig druck i trotzdem drauf – nix passiert – koan Stromschlag kriagt – dafür wieda a paar Euro mehra in meiner Spendentaschn.
Oamoi mocht ma nachn Leitn a kloans Schuikind auf, und i frog um a Spende. Wos für große Augn mi dann agschaut ham; und dann „Mama da is eba“ ganz laut; Mama aus der Küch „Ja wer denn?“ da Bua nu lauda „a große Frau und i glaub de mechat a Geld vo uns“ Mama drauf aus der Küch „i glaub Du spinnst i schau selber, i kim scha“. A wenig verärgert, weil is von da Arbeit drausbracht hab, stehts dann vor mir. I sog, daß i von der Caritashaussammlung kim und um an kloan Obulus bitten dad. Frau drauf: „Ja wos is jetzt a Obulus?“. I drauf ganz pathetisch: „Des is a mildtätige Gabe“ und druck ihr die Spendenliste samt Kugelschreiber ind Händ, damits segt wos andere Leit a so spenden. (Wohlgemerkt: Vorgängerin hat 10 Euro hergebn). Nacha hoits en Geldbeitl schreibt 5 Euro auf dListn, gibt mas Geld und sagt „Übertreiben muaß mas a net“. Mit an lachadn „Vergelts Gott“ geht’s dann weida zum nächsten Haus.
Miad – kaputt und hungrig kim i dann hoam – zähls Geld – bin zfrieden und froh, daß für a ½ Jahr wieder gschafft is.
(von Roswitha Sterl)

Herzlichen Dank und Vergelts Gott für Ihre Spende bei der Caritas-Haussammlung und allen ehrenamtlichen Helfern für die Durchführung der Haussammlung.